Systemische Therapie

In der systemischen Therapie werden Konflikte und Symptome nie als Probleme des Einzelnen betrachtet, sondern der Blick wird immer auf das „System“, also das Beziehungsgefüge und das gesamte Lebensumfeld des Menschen gerichtet. Die aktuelle Familie, die Herkunftsfamilie, Partnerschaften, Berufsfeld usw. bilden ein zusammen wirkendes Gefüge

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welches eine eigene Dynamik und Spielregeln hat. Diese deutlich und erfahrbar zu machen ist Ziel dieser Methode.

Ausgangspunkt ist die Sichtweise des Klienten: Nach dessen Vorstellung werden die Mitwirkenden – Stellvertreter genannt – die das System darstellen sollen, ausgewählt und zueinander in Beziehung gebracht.

Dadurch entsteht für den Klient die Möglichkeit das „festgefahrene System“ von außen zu betrachten. Dieser Abstand eröffnet in einer unmittelbaren Deutlichkeit sichtbar, hörbar und spürbar mögliche Lösungs- und Veränderungsschritte.

Auch in der Einzelarbeit ist es möglich systemisch zu arbeiten.

Die Aufstellungsarbeit ist besonders sinnvoll in verfahrenen Situationen, um alte Muster zu unterbrechen und neue Lösungswege zu entdecken.

Systemische Aufstellungsarbeit gewinnt neben der Psychotherapie in Beratung, Supervision und Coaching zunehmend an Bedeutung.

Gesprächstherapie

Auf einen kurzen Nenner gebracht, könnte man es so ausdrücken: Erkenne deine Gefühle, drücke sie aus und akzeptiere dich selbst.

Rogers formulierte drei wesentliche Grundprinzipien als Haltung für den Therapeuten:

  1. Empathie
  2. Positive Wertschätzung
  3. Kongruenz

Die Klientenzentrierte Gesprächsführung unterstützt den Klienten bei der Entdeckung seiner Individualität. Sie dient der Förderung des gesunden psychischen Wachstums.

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Bei einer seelischen Störung ist das Streben oder die Möglichkeit des Menschen zur Selbstheilung eingeschränkt und soll reaktiviert werden. Der Therapeut ist dabei unterstützender Zuhörer, der sich empathisch in den Klienten einzufühlen sucht. Er spiegelt und wiederholt in eigenen Worten das vom Klienten Gesagte und gibt ihm dadurch Gelegenheit zur Reflexion. Oft drückt er das aus, was am Rande der Bewusstwerdung in den Worten des Klienten anklang, oder was seine Mimik und seine Körperhaltung erkennen ließen. All das erlaubt dem Klienten, sich auf neue Weise zu erforschen und wahrzunehmen.

Durch die uneingeschränkte positive Wertschätzung und die Echtheit und Offenheit des Therapeuten wird es auch dem Klienten immer besser möglich, sich selbst mit all seinen Schwächen und Fehlern anzunehmen. Er lernt sich zu verstehen und in ehrlichen Kontakt mit seinen Gefühlen zu kommen.

Traumatherapie

Dies ist eine von Francine Shapiro in den USA entwickelte psychotherapeutische Zusatzmethode zur geschützten Verarbeitung traumatischer Erfahrungen. Francine Shapiro hatte die Idee zur Erprobung und Untersuchung dieser Methode zufällig beim Spazierengehen im Park. Sie bewegte die Augen hin und her und erlebte eine deutliche Entlastung von Ängsten und depressiven Gedanken im Zusammenhang mit der bei ihr diagnostizierten Krebserkrankung.

Nach einem Trauma kann es zur sog. Spaltung zwischen den Emotionen, Gedanken und Körperreaktionen kommen, das heißt, in der rechten Hirnhälfte werden Bilder prozessiert, die der Betreffende vor Augen hat, während das Sprachzentrum aktiv unterdrückt wird. Der Betreffende kann das Geschehene so nicht in Worte fassen, wodurch nachfolgend eine Verarbeitung des Erlebten erschwert wird.

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Durch die bilaterale Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen und/oder taktilen Reizen wird eine Synchronisation der Hirnhälften ermöglicht, die bei der posttraumatischen Belastungsstörung gestört ist. Die Neu-Verarbeitung (Reprocessing) bewirkt, dass das traumatische Erlebnis zwar noch in der Erinnerung existiert aber nicht mehr ständig präsent ist.

Es gibt bereits eine Vielzahl von Studien, die die Wirksamkeit von EMDR belegen und versuchen, die Wirkungsweise zu ergründen. Rothbaum (1997), Wilson u.a. (1995), Ironson (2002), Marcus (1997) und Power (2002) usw.

Themen, welche erfolgreich mittels EMDR behandelt werden:

  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Ängste • Panikstörungen
  • Verarbeitung von Trauer
  • Schlafstörungen
  • Lernprobleme u.v.m.

Gestalttherapie

Die Gestalttherapie wurde von Fritz und Laura Perls sowie Paul Goodman begründet. Anfang der 1950er Jahre formten sie dieses Therapieverfahren in den USA aus den geistigen Grundlagen der Tiefenpsychologie, der Gestalttheorie und der Existenzphilosophie zu einer neuen Einheit.

Die Gestalttherapie betreibt kein systematisches „Graben“ in der Vergangenheit, sondern arbeitet mit dem, was im Augenblick im Vordergrund steht. Die eigene Erfahrung des Klienten und die gemeinsame Interpretation dieser Erfahrung bilden die Basis der Arbeit.

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Im Zentrum steht die Wahrnehmung und Befreiung der Gefühle sowie die Berücksichtigung des Körpers und seiner Impulse. Die Gestalttherapie vertraut auf die heilende Kraft des Gewahrseins.

Methoden:

  • Awareness-Training (Wahrnehmung der Situation, der Bedürfnisse; Einübung von Gewahrsein / Bewusstheit)
  • Rollenspiel (Wechsel der Perspektive)
  • Einbeziehung kreativer Ausdrucksformen (z.B. Malen, Tanzen, Singen u.a.)
  • Traumarbeit (Interpretation von Träumen)

Bild- und Gestalttherapie

In der Ganzheitlichen Bild – und Gestalttherapie kombiniere ich die Arbeit mit Bildern – meist einfache Strichmännchen – mit Elementen der Gestalt – und Gesprächstherapie. Diese Arbeit ermöglicht es dem Klienten auf sanfte Weise, mit seinen Emotionen und schmerzhaften Erlebnissen in Kontakt zu kommen um die Gefühle, welche dabei entstanden sind, positiv zu verändern.

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Themen:

  • Arbeit mit dem inneren Kind
  • Die Verarbeitung von erinnerbaren Erlebnissen
  • Verarbeitung von nicht erinnerbaren Erlebnissen
  • Beziehungsprobleme
  • Past Life Therapy
  • Gemaltes Familienstellen
  • Therapeutische Arbeit mit Träumen